Gelassen bleiben: 5 einfache Strategien

Stress kann unterschiedliche Gesichter haben: Was den einen unter Druck setzt, beflügelt den anderen sogar. Wir verraten dir fünf Strategien, die dir dabei helfen, selbst im Vollstress entspannt zu bleiben.

1. Eine andere Perspektive einnehmen

Eine wirksame Gelassenheits-Strategie: Betrachte dich aus der Perspektive eines guten Freundes oder einer guten Freundin. Mal angenommen, du bist gerade gestresst, weil du fürchtest, etwas total verbockt zu haben: Was würde er oder sie über deinen vermeintlich „unverzeihlichen Fehler“ sagen? Wahrscheinlich würden deine Freunde nicht halb so hart ins Gericht mit dir gehen, wie du selbst. Und warum? Weil sie dich schätzen und mögen. Genau diese Wertschätzung solltest du dir selbst auch entgegenbringen.

2. Dich Freunden mitteilen

Apropos Freunde und Freundinnen: Auch andere stehen unter Druck. Vielleicht denkst du, du bist der einzige Mensch auf Erden, der ganz bestimmte Probleme, Sorgen und Ängste hat? Dem ist nicht so! Nur reden die wenigsten gerne über ihre Unsicherheiten. Also mach dir bewusst, dass auch bei anderen nicht immer alles glatt läuft. Vielleicht machst du sogar den Anfang und vertraust dich guten Freunden an und erzählst ihnen, was dich in deinem Leben gerade besonders stresst oder verunsichert? Nicht umsonst heißt es: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

3. Worst-Caste-Szenario ausmalen

Stell dir vor, was das Schlimmste ist, das passieren kann? Bei diesem Gedankenexperiment wird dir wahrscheinlich bewusst, dass alles nur halb so schlimm ist, wie angenommen. Wir neigen nämlich gerne zum sogenannten Katastrophisieren. Das Wort gibt es wirklich. Das Gute: Je öfter du deine übertriebene Schwarzmalerei als solche identifizierst, desto besser gelingt es dir, deine negativen Denkmuster zu durchbrechen – und gelassener zu werden.

4. Sorgen von der Seele schreiben

Klingt banal, ist aber in Wahrheit genial: Wenn du deine Gedanken und Gefühle regelmäßig aufschreibst, befreist du dich von seelischem Ballast und schaffst automatisch mehr Klarheit. Das Schreiben hilft, deine Gedanken zu entwirren. Studien konnten belegen, dass Schreiben sich nicht nur positiv auf unsere Psyche auswirkt, sondern auch die Aktivität unseres Immunsystems fördern kann. Schreiben macht also doppelt gesund. Vielleicht gewöhnst du dir an, täglich kurz aufzuschreiben, was dich gerade beschäftigt? Du kannst dein eigenes Stressgefühl auch auf einer Skala von 1 bis 10 einordnen und in einem Stresstagebuch festhalten. So kannst du herausfinden, was dich besonders stark belastet.

5. Abstand gewinnen

Es gibt Situationen, die können einen so sehr aufwühlen, dass man ein bisschen Abstand braucht. Was also tun? Ein paar Mal tief durchatmen. Vielleicht schließt du dabei die Augen und hältst einige Momente inne. Oder du gehst an die frische Luft und drehst einige Runden um den Block, um wieder klare Gedanken fassen zu können. Ein paar Minuten gedanklicher (und körperlicher) Abstand können wahre Wunder bewirken: Sie verhindern, dass du im Eifer des Gefühlsgefechts etwas Unüberlegtes tust und schenken dir mehr Gelassenheit.

Foto: Duet Postscriptum / Stocksy