Mikroauszeit für den Alltag: Sieben Ideen, die garantiert glücklich machen - DAK-Gesundheit

Mikroauszeit für den Alltag: 7 Ideen, die garantiert glücklich machen

Ein Termin jagt den nächsten, auf dem Smartphone sammeln sich die ungelesenen Nachrichten, am Dienstagmorgen ist der Wunsch nach dem Wochenende schon unendlich groß? Dann ist es an der Zeit, das Hamsterrad zu stoppen. Dafür muss keine Weltreise her: Um wieder zu sich zu sich zu kommen, reichen bereits kleine Mikroauszeiten jeden Tag. Probiert es aus!

Mikroauszeit für den Alltag: Sieben Ideen, die garantiert glücklich machen - DAK-Gesundheit

Tipp 1: Shout, shout, let it all out!

Musik beschwingt – besonders dann, wenn wir aus voller Kehle mitträllern. Singen vertieft die Atmung, sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns, steigert allgemein die Durchblutung, baut Stresshormone ab und fördert die Kreativität. Noch mehr Spaß macht Singen in Gesellschaft. Deshalb boomen in vielen Städten sogenannte „Chöre für jedermann“. Die öffentlichen Musikevents finden in der Regel wöchentlich statt, begleitet werden die Sänger meist von einer Band. Infos zum Beispiel unter www.der-norden-singt.de.

Tipp 2: Grüne Pause

Pausen verbessern die Leistungsfähigkeit, keine Frage. Was viele nicht wissen: Noch besser ist es, die Pause an die frische Luft zu verlegen – zumindest für all diejenigen, die den ganzen Tag in geschlossenen Räumen verbringen. Das Tageslicht hebt die Stimmung und wirkt als Wachmacher. Wissenschaftler der Universität Wien haben außerdem nachgewiesen, dass das Grün von Bäumen Blutdruck und Herzfrequenz messbar sinken lässt. Ähnliche Effekte hat übrigens auch Wasser. Deshalb ab in den Park oder an den See oder Fluss in der nächsten Pause.

Tipp 3: Ein Seelenwärmer aus dem Becher

A cup of tea solves everything: So lautet ein englisches Sprichwort. Das gilt nicht nur für das Heißgetränk aus Teeblättern oder Kräutern, wie ein wissenschaftliches Team der University of Colorado Boulder herausgefunden hat. Teilnehmer einer Studie, die regelmäßig eine Tasse heißen Tee oder Kaffee tranken, nahmen andere Personen und ihr Umfeld positiver wahr als die Teilnehmer, die stattdessen Eiskaffee tranken. Die Forscher gehen davon aus, dass die Wirkung zum einen auf dem Heißgetränk beruht, zum anderen aber auch auf der Wärme, die der Becher beim Halten auf unsere Haut überträgt. Ein Gefühl der Geborgenheit entsteht. Netter Nebeneffekt: Wer sich voll und ganz auf den Genuss von einer Tasse Tee oder Kaffee konzentriert, blendet für einige Minuten das meist hektische Drumherum aus.

Tipp 4: Magisches Morgenritual

Barack Obama steht jeden Tag um 6.45 Uhr auf, macht ein Workout und frühstückt dann in Ruhe mit seiner Familie. Apple Gründer Steve Jobs nutzte die erste Stunde des Morgens zur Selbstreflexion. Immanuel Kant wiederum stand schon um 5 Uhr auf, rauchte eine Pfeife und gab sich dann der Meditation hin. Der Personalexperte James Citrin, hat 20 Manager von Weltkonzernen zu ihrer Morgenroutine befragt: Kein einziger stand nach 6 Uhr auf. Die meisten nutzen die ersten Stunden des Tages für Dinge, die Ihnen wichtig sind – kurzum: Der Morgen ist ideal für eine MeTime. Wir sind noch nicht ausgelaugt von der Arbeit. Niemand stört uns, wenn wir Sport treiben, spazieren gehen, meditieren oder einfach nur in Ruhe Tee trinken und den Tag begrüßen. Also einfach den Wecker 30 bis 60 Minuten vorstellen und schauen, was der Morgen alles bereithält.

Tipp 5: Zeit für Glücksgedanken

Optimisten. Das sind Menschen mit der beneidenswerten Eigenschaft, ihren Fokus immer auf die guten Ereignisse richten zu können. Wer nicht damit gesegnet ist: Das „Positive Thinking“ lässt sich antrainieren. Wir müssen es nur regelmäßig machen. Am besten denken wir schon vor dem Aufstehen an ein oder zwei gute Dinge, die der Tag für uns bereithält. Das kann eine Verabredung zum Mittagessen sein oder ein Abend ohne Termine. Am Abend wiederum ist es sehr wirksam, drei schöne Momente aufzuschreiben, die wir tagsüber erlebt haben. Vielleicht war das der Anblick einer Blume im Asphalt oder der freundliche Gruß der Nachbarin oder unser Lieblingssong im Radio. Die positiven Gedanken schärfen den Blick auf die Schönheit der Welt und verändern auch unseren Fokus bei der Tagesplanung. Denn schon bald werden wir selbst dafür sorgen, dass auch an Arbeitstagen kleine Glücksinseln mit Freunden, Kollegen oder ganz allein mit uns selbst zu finden sind.

Tipp 6: Überraschung für den Schweinehund

Endlich wieder joggen gehen, den Kleiderschrank ausmisten, einen ausführlichen Brief an die Freundin schreiben – besonders im Privatbereich sind wir ziemlich gut im Aufschieben solcher Dinge. Doch diese Aufschieberitis sorgt für unterschwelligen Stress. Wir sollten besser einmal versuchen, den inneren Schweinehund mit der Überraschungstopfmethode zu überlisten. Und die geht so: Wir schreiben die kleinen Aufgaben, die uns am Herzen liegen, für die wir uns aber keine Zeit nehmen, auf jeweils einen Notizzettel und werfen diese zusammengefaltet in eine Schachtel. Am nächsten „freien“ Abend oder Nachmittag ziehen wir einfach einen Zettel und erledigen die Aufgabe sofort. Durch den Überraschungseffekt hat der Schweinehund keine Gelegenheit, Gegenargumente zu finden. Und wir werden schnell spüren, wie gut es tut, ein Thema endlich abzuhaken.

Tipp 7: Den Lärm ausschalten

Straßenlärm, Musik, Handyklingeln, Gerede im Großraumbüro: Menschen, die sich ständig in lauter Umgebung aufhalten, haben oft chronisch zu viele Stresshormone in ihrem Körper. Doch die Lösung ist ganz einfach: Um wirklich zur Ruhe zu kommen, braucht der Mensch Ruhe. Dafür müssen wir nicht gleich ins Schweigekloster gehen. Laut einer Studie, die im Journal of Heart veröffentlicht wurde, reichen schon zwei Minuten absolute Stille, um den Blutdruck und die Blutzirkulation im Gehirn positiv zu beeinflussen. Gönnen wir uns also regelmäßig eine kurze Pause von Straßenlärm, lauter Musik, Fernsehen und anderen Menschen. Orte der Stille sind zum Beispiel Museen, Galerien, Kirchen oder ruhige Grünanlagen.

Foto: S. Smeekes/Unsplash