Tolles Zukunftsmodell: wenn Alt und Jung zusammenrücken - DAK-Gesundheit

Tolles Zukunftsmodell: wenn Alt und Jung zusammenrücken

In vielen Bereichen des Lebens haben Junior und Senior Berührungspunkte. Wir haben tolle Projekte mit Potential gefunden.

 

1. Studentenbude bei Oma

In vielen Städten finden Studienanfänger kaum noch eine bezahlbare Bleibe. Eine Lösung des Problems ist das Projekt „Wohnen für Hilfe“. Das Prinzip: Besitzer von Häusern oder Eigentumswohnungen stellen einen Teil ihres Wohnraumes zur Verfügung und erhalten dafür Hilfeleistungen statt Miete. Die Faustregel: Pro Quadratmeter bezogenen Wohnraum hat der „Mieter“ eine Stunde Hilfe im Monat zu leisten. Welcher Art diese ist, wird individuell abgesprochen. Das reicht von der Hilfe im Haushalt oder beim Einkaufen über Gartenarbeit oder Gassigehen mit dem Hund bis hin zu kleinen gemeinsamen Unternehmungen. Ein schöner Nebeneffekt: Einsam bleibt hier keiner. Unterschiedliche Generationen kommen zusammen, tauschen sich aus, entwickeln Freundschaften. Auch, wenn das Leben in einer reinen Studenten-WG sicherlich etwas partylastiger ist, spricht der weltweite Erfolg der Initiative für sich. Das von der Universität Köln initiierte Projekt gibt es allein in Deutschland in über 30 Städten mit entsprechenden Programmen, bei denen man sich vor Beginn des Studiums bewerben kann.

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2. Kinder im Seniorenheim – eine tolle Liaison

Früher wurden Altenheime im Grünen gebaut, um Senioren die notwendige Ruhe zu gönnen und sie vor Lärmbelästigung zu schützen. Doch heute sind sich Altersforscher und Erziehungsexperten einig: Grüne Natur hilft nicht gegen Einsamkeit und auch die beste Erzieherin kann nicht die Oma ersetzen. Und so entstehen immer mehr Altenheime, an die eine Kita angegliedert ist. Eine Situation, von der alle profitieren. Die Kleinen bringen Schwung in die Bude, trommeln, singen oder basteln mit den Senioren. Und diese haben die Zeit und Muße, Geschichten vorzulesen und am Leben und an der Entwicklung der Kinder aktiv teilzunehmen. Positiver Nebeneffekt? Die Alten fühlen sich gebraucht – und die Kinder lernen ganz spielerisch, dass auch Alte und Kranke zu unserer Gesellschaft gehören. Sie lernen, Rücksicht zu nehmen und Menschen zu helfen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Alt und Jung - DAK-Gesundheit

 

3. Zero Waste Hacks aus alter Zeit

Ihr wollt nachhaltiger leben? Die Generation 70 plus kennt da einige Tricks. Zum Beispiel gehen die meisten Rentner nie ohne einen Einkaufsbeutel shoppen. Auch wissen sie, dass man mit Essig und Natron nicht nur kochen, sondern auch gut putzen kann. Auf dem Markt erkennen sie frischen Fisch, Obst und Gemüse auf den ersten Blick und stehen die Lebensmittel doch einmal kurz vor dem Ablaufdatum der Haltbarkeit, können sie daraus auf Garantie noch schnell etwas richtig Leckeres zaubern. Und das Beste ist: Oma und Opa stehen in Sachen Resteküche nicht nur gern mit Tipps parat, sie freuen sich auch, wenn ihr bei einer kulinarischen Verabredung mit ihnen darüber philosophiert. Gesprächsstoff findet ihr hier.

 

Foto: plainpicture/Westend61 (oben), plainpicture/image source (unten)