6 Tipps, wie du großzügiger werden kannst

Du willst helfen, weißt aber nicht so recht wie? Wir haben gute Tipps, wie es funktionieren kann. Schon einmal vorab: Ein guter Schritt ist, Gutes bewusst wahrzunehmen.

Es kostet nicht viel

Eigentlich braucht es nicht viel, um anderen zu helfen – zum Beispiel der alten Nachbarin den Einkauf die Treppe heraufzutragen. Oder dem Freund beim Ausmisten des Kellers unter die Arme zu greifen. Vielleicht auch einfach nicht mehr achtlos an dem Obdachlosen vorbeizulaufen, der jeden Morgen an der Ecke vor dem Büro ausharrt und abends immer noch da sitzt. Ein kleiner Ruck, ein bisschen Zeit und Zuwendung, ein paar Münzen, mehr kostet es gar nicht.

Zeitdruck stumpft ab

Warum helfen wir dann nicht viel mehr? Einen wichtigen Grund nennt Psychologin Tatiana Schildt vom Coaching und Consulting Institute in Hamburg: „Wir müssten uns dafür wieder etwas mehr sensibilisieren“. Sie rät: „Mehr gucken und fühlen und bewusst wahrnehmen“. Doch dies sei eine Fähigkeit, die vielen von uns in schnelllebigen Zeiten abhanden gekommen sei: „Zeitdruck stumpft ab“, fasst die Expertin zusammen. Wer also wirklich helfen will, sollte sich ein bisschen Zeit gönnen und ein paar Zusammenhänge verstehen. Sie machen es leichter, karitative Vorhaben in die Tat umzusetzen und dranzubleiben.

1. Entscheide dich!

Du willst deine Zeit zur Verfügung stellen oder dein Geld teilen? Egal, ob du dich für den Klimaschutz einsetzt, Flüchtlingen oder der Omi um die Ecke helfen willst – am Anfang solltest du eine bewusste Entscheidung treffen. Und dann einfach mal loslegen und es tun.

2. In der Gruppe fällt es leichter

Sich mit Gleichgesinnten zu verbünden, ist gerade für den Einstieg eine gute Idee. In der Gruppe zu helfen, stärkt nicht nur Bindungen, es macht auch mehr Freude und vieles leichter. Schau, welcher Organisation du dich anschließen und helfen kannst.

3. Augen auf!

Hat dir selbst jemand geholfen, dich gefördert oder dir ein Geschenk gemacht? Warst du von einer Hilfsaktion beeindruckt? Wer Gutes wahrnimmt, ist schon auf dem richtigen Weg. Mach dir bewusst: Die Freude, die du dabei empfunden hast, kannst du auch anderen zuteil werden lassen. Und das ist einfach ein schönes Gefühl.

4. Klein anfangen

Du musst nicht gleich zum Wohltäter für alle werden. Gib ein bisschen ab, schenk anderen ein wenig Zeit, ohne dich gleich zu verausgaben. Zu viel am Anfang kann Angst machen und überfordern. Lieber die Strategie der kleinen Schritte anwenden.

5. Der Dominoeffekt

Helfen kann süchtig machen. Denn je mehr du gibst, desto mehr tust du für dein Wohlbefinden. Das Glück, das du spendest, kommt zu dir zurück. Positiver Nebeneffekt: Du steigst in der Achtung anderer, bekommst Anerkennung für deine Leistungen und vielleicht sogar neue Mitstreiter, die sich von deiner Hilfsbereitschaft anstecken lassen.

6. Stell dein Licht nicht unter den Scheffel

Du bist hilfsbereit? Du tust Gutes? Dann rede dich selbst nicht klein! Sätze wie: „Das ist doch selbstverständlich“ oder „Das war doch nichts Besonderes“, schmälern deinen eigenen Wert. Sei stolz auf deine Leistungen und lass dich ruhig ab und zu dafür feiern. Genieße den Rausch deiner körpereigenen Glücksbotenstoffe, der von deinen guten Gaben ausgelöst wird. Denn der kommt, das ist wissenschaftlich bewiesen.

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